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Schneechaos in Deutschland! Der Winter hat Deutschland fest im Griff! Behinderungen durch Schnee! Eis und Glätte überall!
Ungefähr so hören sich derzeit die aktuellen Schlagzeilen in den Medien an. Flugzeuge können nicht starten, die Bahn warnt davor, deren Service zu nutzen (Danke für dieses späte Eingeständnis) und stehengebliebene LKW’s sorgen für kilometerlange Staus. Da diese Meldungen in jeder Tageszeitung zu lesen sind, entferne ich mich vom Chaos-Report und erzähle Euch etwas über mein letztes Wochenende vor Weinachten, jetzt wo ich nach Heiligabend endlich etwas zur Ruhe komme.
Freitag und Samstag hatte ich nun endlich die letzten Weihnachtsgeschenke gekauft und war ziemlich happy, alles beisammen zu haben. Unsicher war ich mir über manche Verwendung der Geschenke, aber zum Glück muss ich mich ja nicht selbst beschenken.
Samstag stand eine Geburtstagsfeier an und Sonntag hatten wir dann unser mega Event: „Schrottwichteln“ mit den Mädels.
Kurze Erklärung zum „Schrottwichteln“: Jeder kramt von daheim irgendeinen beliebigen Gegenstand heraus, den er nicht mehr benötigt, selbst geschenkt bekommen und nie verwendet hat oder welcher schon seit Jahren in einer dunklen Ecke vor sich hin vegetiert. Dieser sogenannte „Schrott“ wird dann hübsch verpackt und somit bekommt jeder ein schönes Schrottgeschenk. Je nachdem, nach welchen Regeln man spielt, können Geschenke nach dem Auspacken noch getauscht werden. Mit heißen Glühwein und leckeren Plätzchen macht so eine Runde gleich noch viel mehr Spaß.
Es war ein sehr schöner Abend. Eine Glühbirne, ein Taschenkalender aus der Apotheke, ein fragwürdiges Husky Buch und eine alte Dirty Dancing CD wechselten den Besitzer. Was für den Einen Schrott ist, kann für den Anderen schon wieder total sinnvoll sein.
Der Taschenkalender aus der Apotheke kam übrigens von mir.
Ich hatte bei meinem letzten Apothekenbesuch nach einem kleinen Rabatt gefragt, die Dame war so schockiert über meine Frage und meinte nur: „Einen Rabatt möchten Sie? Junge Frau, Sie müssen wissen, wir schlagen auf die Preise fast nichts drauf, aber ich kann Ihnen was anderes anbieten!“
Und schwupps, lag ein kleiner, roter, hässlicher Taschenkalender für 2011 vor mir.
Aber für so was gibt’s ja jetzt das Schrottwichteln.
Nur eine liebe Freundin aus unserer lustigen Runde, hatte da was nicht ganz verstanden. Sie wollte ein Portemonnaie los werden. Aber nein, kein hässliches, altes und benutztes Portemonnaie sondern ein unberührtes, nie verwendetes Portemonnaie. Das Beste: Es sah auch noch super aus.
Beige mit rosa Rosen und kleinen goldenen Verzierungen. Total verkitscht aber irgendwie so verkitscht, dass es schon wieder gut aussah. Ja und als sie die pure Begeisterung von uns bemerkte, wollte sie das Portemonnaie auf einmal wieder zurück haben.
Kennt ihr das? Ihr findet etwas total bescheiden, aber sobald ihr merkt, jemand Anderes interessiert sich dafür und findet es ganz toll, weckt das euer Interesse und den inneren Kampfgeist, so dass ihr es dann doch nicht hergeben und wieder behalten wollt.
Es begann ein gnadenloser Kampf in der sogenannten „Tausch-Runde“ um das Portemonnaie. Und ihr werdet es kaum glauben: Sie hat es wirklich wieder zurück tauschen können. Nun ist sie alter und neuer Besitzer ihres eigenen Portemonnaies. Aber was hat das mit Schrott-Wichteln zutun? Genau, nichts. Ich sag Euch, wehe ich sehe in den nächsten Tagen dieses Portemonnaie nicht bei ihr…
Jetzt ist die Vorweihnachtszeit und auch Weihnachten selbst schon halb rum. Auf der einen Seite sehr schade, auf der Anderen ist es auch schön, bald wieder durchschnaufen zu können, nach all den Familienfeiern, Essgelagen etc. Ich wünsche Euch allen trotzdem noch ein wundervolles Rest-Weihnachtsfest. Bleibt höflich zueinander und wenn die Mutter um Hilfe in der Küche bittet, dann denkt an meine „Muss-schnell-ans-Auto-weil-Handbremse-angezogen-Geschichte“ und wer kein Auto hat, der muss schnell nach Draußen, weil er gerade den Weihnachtsmann vorm Fenster stürzen sehen hat. Dem alten, grauen Mann muss ja geholfen werden. Und beim rausgehen, müsst ihr noch rufen: „Mensch Mama, hast du wieder nicht gestreut!? Toll, der arme Mann!“
Schlagt Euch ordentlich den Magen voll, vergesst bis morgen abend einfach mal jegliche Diäten und stylt euch nochmal so richtig für die Familie auf. Steckt euch die Haare hübsch hoch, zieht was Elegantes an und legt ein leckeres Parfum auf.
Und denkt dran: Wenn ihr Geschenke bekommt, die entweder total unnützlich oder total hässlich sind: Nicht wegschmeißen, sondern aufheben fürs nächste Jahr zum Schrottwichteln!
In diesem Sinne: Weiterhin Fröhliche Weihnachten!!! Ich muss jetzt schnell raus, dem Weihnachtsmann helfen, der ist doch tatsächlich schon wieder gestürzt.