Archive for März 2010


Landluft…

27. März 2010 — 7:37pm

Ohne Worte

Ich weiß, ich habe länger nichts hören lassen, aber habe tatsächlich einen halbwegs guten Grund. Die Geschichte begann folgendermaßen:

Eines Abends kam ich nach Hause und auf dem Weg durch die Küche stand ich plötzlich im Wasser. Ein Blick nach unten und ich sah eine riesengroße Pfütze.

Oh nein, dachte ich, der neue Kühlschrank! Ich ging also auf die Knie und fummelte unterm Kühlschrank rum, da war aber alles trocken.

Oh nein oh nein, dachte ich, die Spülmaschine! Rutschte also Richtung Spülmaschine, aber da schien auch alles gut. Mit viel roher Gewalt und etwas Geschick entfernte ich die Frontblenden unter Spülmaschine und angrenzenden Einbauschränken, robbte mit Taschenlampe gewappnet auf dem Bauch herum, um auch in die hinterste Ecke zu sehen, aber auch da: alles trocken. Verwirrt setzte ich mich auf und starrte die Wasserlache an, die aus dem Nichts in meine Küche gezaubert schien, als PLOPP! ein dicker Tropfen in die Mitte der Pfütze platschte. Langsam hob ich den Blick Richtung Decke: und wahrlich, aus demselben Loch, aus dem die Kabel für meine Lampe kamen, kam auch das Wasser. Nach einer Blitzvision, wie ich in meiner eigenen Küche gegrillt werde, sprang ich auf und schaltete sofort das Licht aus – und dann hoch zum Nachbarn über mir. Ein mir bis dato unbekannter Mann öffnete auf mein eindringliches Klingeln, bat mich nach einer kurzen Vorstellung meiner Person und bildlichen Schilderung des Zustands meiner Küche herein und in seine Küche – aber dort war alles trocken. Continue reading “Landluft…” »

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Müde Füße

23. März 2010 — 8:55pm

Müde Füße

Hatte vor ein paar Tagen ein schönes Gespräch mit einer langjährigen Freundin von mir. Wir sehen uns nur selten und hatten ein wahrscheinlich typisches Gespräch, das gute Freundinnen über 30, die sich selten sehen, führen:

„In den Zwanzigern hatte ich ja total die Hummeln im Hintern und musste dauernd weggehen. Heute bin ich so ein richtiger Langweiler – am liebsten daheim, ein Glas Wein, ein Buch oder die Glotze und alles ist gut.“
„Echt? Also ich hab momentan wieder so ne Phase seit ich von Mr. X getrennt habe – bin zwei, drei mal die Woche unterwegs bis in die Puppen. Erst ins Bett wenn’s hell wird. Aber am nächsten Morgen: oweh. Ich sehe 10 Jahre älter aus als noch am Abend zuvor.“
„O ja, geht mir auch so. Und erst die Füße: früher hab ich ganze Nächte in Highheels durchgetanzt. Heute krieg ich schon nach einer Stunde in flachen Boots die Krise.“
„Absolut. Die Füße bringen mich immer um. Da ist man endlich geübt im Trinken und weiß genau wieviel man wann verträgt, damit die ganze Nacht ein Heidenspaß wird und dann musst du noch vor Mitternacht aufgeben, weil die Füße so weh tun…“
„Meine Mutter hat immer gesagt: wenn du erst mal 30 bist, fangen dir an die Füße weh zu tun. Wollte ich nie glauben…“
„Tja, jetzt ist es wohl so weit – also: tanzen gehen oder nicht?“

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Neulich im Supermarkt…

21. März 2010 — 2:54pm

Männer im Supermarkt

Eigentlich gehe ich ja gern einkaufen – ich meine nicht Shoppen im Sinne von Fashion und Luxus, sondern ganz banal einkaufen im Supermarkt: Lebensmittel, Putzmittel und Co. für den täglichen Gebrauch. Aber allmählich wird es zur Tortur.

Ich weiß, Hollywood-Filme und Seifenopern wollen uns glauben machen, der Supermarkt sei eine unterschätzte Single-Börse und beim Streunen von Joghurt zu Orangensaft reicht ein Blick in den Einkaufswagen der Anderen, um daran deren Familienstand, Vorlieben und Vermögen auszumachen – und rauhe Mengen gutaussehender, lächelnder Herren warten nur darauf, dass man ihnen zuzwinkert, bevor sie einen erst ins nächstgelegene Café und ein paar Monate später vor den Traualtar entführen. Also meine Realität sieht anders aus:

Es herrschen rüde Sitten in den Gängen zwischen Aufback-Brötchen, Margarine und Toilettenpapier! Continue reading “Neulich im Supermarkt…” »

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Frühling!

19. März 2010 — 7:55pm

 

Frühling in der Stadt

 

Es ist vollbracht, die Sonne lacht – und wir auch! Endlich, endlich raus aus den Parkas und Felljacken, weg mit den Mützen und Handschuhen und die Stiefel werden gegen Pumps und Sneaker getauscht.

Bei den Schals ersetzt Baumwolle den Kaschmir und die Sonnenbrillen werden entstaubt.

Die Sonne kitzelt auf der Nase, der Wind weht durch’s Haar und sämtliche Lebensgeister werden geweckt. Jetzt wissen wir: nicht mehr lang und wir tragen Kleider ohne lästige Strumpfhosen, mittags ziehen wir die Jacke aus, nehmen die Schuhe in die Hand und spazieren barfuß durch’s Gras – oder lassen gar die Füße ins Wasser baumeln!

Jedes Jahr auf’s neue sind Januar und Februar bei  mir von der Frage geprägt, was zur Hölle ich in diesen Breitengraden mache?! Ich bin mir sicher, meine Geburt in diesen Gefilden war ein schrecklicher Fehler, für mich war definitiv ein Geburtsort jenseits der Alpen geplant. Der blöde Klapperstorch hat sich verflogen! Bin ja ein Novemberkind – wahrscheinlich hat ein früher Schneesturm das arme Tier vom Kurs abgebracht und weil der Storch merkte, dass er es mit dem Gepäck nicht zurück in den Süden schafft, hat er mich einfach unterwegs fallen gelassen. Continue reading “Frühling!” »

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Hello Cowboy!

16. März 2010 — 3:18pm

 

Hello Cowboy

 

Nachdem ich ja so entzückendes Feedback von den Herren der Schöpfung bekommen habe, hier mal was für die Jungs:

Es heißt ja immer, den traditionellen, maskulinen Typ Männer fänden Frauen heutzutage nicht mehr attraktiv. Angesagt seien stattdessen verständnisvolle Zuhörer, gute Köche und kinderliebe Väter, traditionelle Verhalternsmuster seien total out. Stimmt nicht. Frauen stehen nach wie vor auf echte Männer, cool, wortkarg, geheimnisumwittert und mit vertrauenserweckend breiten Schultern. Sie sollten nur eben zudem verständnisvolle Zuhörer, gute Köche und kinderliebe Väter sein. Das ganze Paket – nicht entweder oder, sondern beides! Continue reading “Hello Cowboy!” »

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Tolle Schlafmütze

12. März 2010 — 12:16pm

Wie schon erwähnt: ich hasse den Winter! Einer der Gründe hierfür ist, dass meine Haare im Winter „fliegen“. Sie sind statisch aufgeladen, dank trockener Heizungsluft und kalter Winterluft lassen sie sich kaum bändigen und einzelne Haare schweben scheinbar schwerelos um meinen Kopf und ins Gesicht und ich habe dauernd das Gefühl, mich durch Spinnweben zu bewegen. Geht’s Euch auch so?

Dann hier ein tolles Rezept für den angesagten Out-Of-Bed-Style: voluminöse Wellen in gewollt ungekämmtem Look. Ideal für längeres Haar – ein knapp schulterlanger Bob ist wahrscheinlich die Mindestlänge. Und so funktioniert’s:

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Das Leben ist kein Ponyhof

10. März 2010 — 6:25pm

 

Das Leben ist kein Ponyhof

 

Diesen Satz sagen manche Menschen gern, um weitere Diskussionen zu unterbinden, zum Beispiel nachdem sie anderen Menschen gerade unangenehme Arbeiten aufgetragen haben.
„Das Leben ist kein Ponyhof“ soll heißen, man kann sich nicht immer aussuchen, wie die Dinge sich entwickeln, das Leben ist nicht immer so, wie man es sich wünscht. Eigentlich bedeutet dieser Satz: „Das Leben ist nun mal mies. Hör gefälligst auf, Dich darüber zu beklagen.“

Ich mag diesen Satz nicht. Wenn das Leben mies ist sollte man sich beklagen und etwas dagegen tun. Continue reading “Das Leben ist kein Ponyhof” »

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Sono odoroso

10. März 2010 — 5:57pm

Wie komme ausgerechnet ich dazu, über Parfums, Kosmetik und Hautpflege zu bloggen?

Hmm – ich habe empfindliche Haut und eine große Nase – und Haare, die ich jeden Tag auf’s Neue quäle…

Für die empfindliche Haut bin ich immer wieder auf der Suche nach der perfekten Pflege. Habe viel ausprobiert und dabei tolle Erlebnisse gehabt: Anti-Falten Mittelchen, die Mitesser produzierten, daraufhin angewendete Wässerchen gegen unreine Haut, die zur kompletten Abschuppung meiner Gesichtshaut führten, Feuchtigkeitsfluids, die Ausschlag produzierten und, und, und. Aber auch wundervolle Cremes, die tatsächlich Fältchen ins Nichts verbannen und Lotionen, die gestresste Winterhaut streichelzart werden lassen. Continue reading “Sono odoroso” »

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